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Leben Rathaus Klima

Befragung liefert wichtige Impulse für die Zukunft von Krems

Wie soll sich Krems in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Themen beschäftigen die Menschen besonders? Antworten darauf liefert die Bürgerbefragung im Vorfeld der Zukunftskonferenz 2026. Insgesamt nahmen 319 Personen an der Erhebung teil und brachten ihre Einschätzungen und Ideen zu sechs zentralen Themenbereichen ein. Die Befragung sollte Stärken der Stadt sichtbar machen und Handlungsfelder für die zukünftige Entwicklung zu identifizieren.

23.07.2026
Ergebnisse der Bürgerbefragung fließen in die weitere Stadtentwicklung ein © Stadt Krems

Die Befragung wurde im Zeitraum vom 13. März bis zum 17. April von der Rosinak & Partner Ziviltechniker GmbH durchgeführt. Sie war sowohl online als auch in Papierfragebogen möglich. 286 Personen beteiligten sich digital, 33 füllten einen Fragebogen vor Ort aus. Aufgrund der der Teilnehmerzahl ist die Erhebung nicht repräsentativ, sie ermöglicht jedoch Rückschlüsse auf zentrale Anliegen, Wünsche und thematische Schwerpunkte in der Bevölkerung. 

Hohe Zufriedenheit und starke Verbundenheit
Besonders erfreulich ist die hohe emotionale Verbundenheit der Kremser:innen mit ihrer Stadt: 95 Prozent der Befragten zeigen sich mit Krems insgesamt sehr zufrieden oder zufrieden. Als wichtigste Zukunftsschwerpunkte wurden eine gesunde und lebenswerte Stadt, Klimafitness und Nachhaltigkeit sowie Leistbarkeit und Zugänglichkeit genannt. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Kremserinnen und Kremser ihre Stadt schätzen und sich gleichzeitig aktiv in ihre Weiterentwicklung einbringen möchten. Genau das war das Ziel dieser Befragung. Die Zukunft von Krems gestalten wir nicht über die Köpfe der Menschen hinweg, sondern gemeinsam mit ihnen. Viele der angesprochenen Themen – vom leistbaren Wohnen über die Klimaanpassung bis hin zur Mobilität – sind bereits Teil unserer Arbeit und werden auch künftig zentrale Schwerpunkte bleiben“, betont Bürgermeister Peter Molnar.

Wohnen, Mobilität und Klimawandelanpassung im Fokus
Die Auswertung zeigt, in welchen Bereichen besonderer Handlungsbedarf gesehen wird. So wünschen sich viele Befragte mehr leistbaren Wohnraum, die Aktivierung von Leerständen und zusätzliche konsumfreie Begegnungsräume in den Stadtteilen.

Im Bereich Mobilität wird der Ausbau der Rad- und Fußwege positiv bewertet. Verbesserungsbedarf sehen die Teilnehmer:innen hingegen bei der Anbindung der Stadtrandgebiete an den öffentlichen Verkehr. Gleichzeitig treffen beim Thema Parkraum unterschiedliche Interessen aufeinander: Dem Wunsch nach ausreichend Stellplätzen „vor der Haustür“ stehen Forderungen nach Verkehrsberuhigung und einer klimafitten Innenstadt gegenüber.

Auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels hat für die Kremser:innen hohen Stellenwert. Als Maßnahmen wurden unter anderem mehr Begrünung, konsequente Entsiegelung, zusätzliche Trinkbrunnen sowie der Ausbau von Photovoltaik und Fernwärme genannt. Den größten Verbesserungsbedarf sehen die Befragten beim Schutz vor sommerlicher Hitze. 

Baudirektor Reinhard M. Weitzer erklärt: „Die Befragung bestätigt viele Entwicklungen, die in Krems bereits in die Planungsprozesse einbezogen werden. Sie liefert uns wertvolle Hinweise darauf, wo Prioritäten gesetzt werden sollten und welche Maßnahmen von der Bevölkerung besonders unterstützt werden. Die Ergebnisse werden daher in die weitere strategische Stadtentwicklung und in zukünftige Planungsprozesse einfließen.“

Bildung und Kultur als besondere Stärken
Als besondere Stärken der Stadt nennen die Teilnehmer:innen das hohe Sicherheitsgefühl, den Bildungsstandort Krems sowie das vielfältige Kunst-, Kultur- und Vereinsangebot. Die Zufriedenheit mit den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ist besonders hoch. Auch Einrichtungen und Veranstaltungen wie die Kunstmeile, das Kino im Kesselhaus und das Donaufestival sowie die Museen werden sehr geschätzt.

Gleichzeitig wünschen sich die Befragten weitere Veranstaltungsmöglichkeiten und zusätzliche Angebote für jüngere Menschen. Genannt wurden unter anderem Clubs, Proberäume und weitere Angebote für Jugendkultur, die das Stadtleben auch für junge Generationen attraktiver machen sollen. 

Mehr digitale Möglichkeiten zur Mitgestaltung
Auch bei der Bürgerbeteiligung zeigt sich ein klares Bild: Viele Teilnehmer:innen wünschen sich digitale Möglichkeiten, um sich in die Entwicklung ihrer Stadt einzubringen. Insgesamt sprachen sich 171 Personen für Online-Mitgestaltungstools aus. Gleichzeitig sollen bestehende Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten noch stärker kommuniziert werden. 

Sechs Handlungsfelder für die weitere Entwicklung
Aus den Ergebnissen wurden sechs zentrale Handlungsfelder abgeleitet: leistbares Wohnen, nachhaltige Mobilität, weitere Bürgereinbindung, die Belebung und Erhalt historischer Gebäude in der Altstadt, ein starkes soziales Miteinander mit konsumfreien Zonen sowie der weitere Ausbau einer generationengerechten Infrastruktur, wie zum Beispiel Veranstaltungsräumen, sowie Ausbau von Sport-, Freizeit- und Spielangeboten. Die Erkenntnisse aus der Befragung ergeben ein positives Gesamtbild und bilden damit eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Stadt Krems.

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  • A-3500 Krems an der Donau
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  • E: klima@krems.gv.at
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