Die Kremser Klimakonferenz
Die Kremser Klimakonferenz wurde 2022 als Ergebnis des Kremser Klimadialogs ins Leben gerufen. Seither bietet sie eine Veranstaltung, in der Politik, Verwaltung, Expert:innen und Bürger:innen gemeinsam über Klimaschutz und Klimaanpassung in Krems diskutieren. Ziel der jährlich stattfindenden Veranstaltung ist es, aktuelle Klimathemen verständlich zu vermitteln, erfolgreiche Projekte vorzustellen und die Bevölkerung aktiv in die Gestaltung einer klimafitten Zukunft einzubinden.
Klimakonferenz 2025
Klimakonferenz 2025
Treiben im Magistrat das Thema Klimaschutz voran: Baudirektor Reinhard Weitzer, Annemarie Litschauer (Bürgerbeteiligung), KEM-Managerin Stefanie Widhalm und Bürgermeister Peter Molnar - von links.
© Stadt Krems
Bei der 4. Kremser Klimakonferenz wurde deutlich, wie die Stadt den Klimaschutz mit langfristigen Strategien und konkreten Projekten vorantreibt. Bürgermeister Peter Molnar betonte die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen und hob die Vorreiterrolle von Krems hervor.
Die Stadt verfolgt das Ziel, bis 2030 die Stadtverwaltung und bis 2040 ganz Krems klimaneutral zu machen. Dafür wird derzeit ein Klimaneutralitätsfahrplan erarbeitet. Geplante Maßnahmen umfassen unter anderem den Ausbau von Photovoltaik und Wärmepumpen, thermische Sanierungen sowie die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf E-Mobilität.
Als Beispiele für klimafitte Stadtentwicklung wurden der neu gestaltete Dreifaltigkeitsplatz und der geplante Umbau des Hafnerplatzes genannt. Zudem kommt das gemeinsam mit der eNu entwickelte Klimarelevanztool mittlerweile österreichweit zum Einsatz.
Im Fokus der Konferenz standen auch regionale Initiativen, die Klimaschutz im Alltag umsetzen. Dazu zählen der E-Gemeindebus Egelsee, die Energiegemeinschaft Göttweigblick, die bereits mehr als 550 Mitglieder zählt, sowie das Reparaturcafé der Volkshilfe, das Ressourcen schont und gleichzeitig als sozialer Treffpunkt dient.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die neuen Grätzlprojekte, mit denen Bürger:innen ihre Stadtteile aktiv mitgestalten können. Für jeden der acht Stadtteile stellt die Stadt jährlich 8.000 Euro für die Umsetzung ausgewählter Projekte in Bereichen wie Umwelt, Mobilität, Kultur oder Nachbarschaft bereit. Ein erstes Pilotprojekt wurde bereits erfolgreich umgesetzt.
Klimakonferenz 2024
Klimakonferenz 2024
Rund 80 Teilnehmer:innen diskutierten bei der 3. Kremser Klimakonferenz über klimafittes Wohnen, nachhaltiges Bauen und die Zukunft der Stadtentwicklung. Bürgermeister Peter Molnar betonte die Bedeutung von Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen wie Begrünung, Entsiegelung und Baumpflanzungen angesichts zunehmender Wetterextreme.
Ein zentrales Ziel der Stadt ist die Klimaneutralität bis 2040 sowie die Energieautarkie der städtischen Einrichtungen bis 2030. Der dafür notwendige Fahrplan wird derzeit erarbeitet.
Baudirektor Reinhard Weitzer zog eine positive Bilanz der Klimakonferenz 2023: Projekte wie die Umgestaltung des Dreifaltigkeitsplatzes und die Belebung des Hafnerplatzes mit dem Projekt „PopUpUrbanSpaces“ gingen direkt aus den damaligen Diskussionen hervor.
Im fachlichen Teil plädierten Expertinnen für die Sanierung und Weiterentwicklung bestehender Gebäude statt Neubauten. Gleichzeitig wurde betont, dass Investitionen in nachhaltiges Bauen langfristig Betriebskosten senken.
In Workshops diskutierten die Teilnehmer:innen über klimafittes Wohnen, nachhaltige Stadtentwicklung sowie Themen wie E-Mobilität, Tempo 30 und Flächenentsiegelung. Als gelungenes Beispiel für Bürgerbeteiligung wurde das Grätzlprojekt in der Ufergasse vorgestellt, bei dem gemeinsam mit der Stadt ein öffentlicher Erholungsraum aus wiederverwendeten Materialien geschaffen wurde.
Klimakonferenz 2023
Klimakonferenz 2023
Krems – Bei der zweiten Klimakonferenz erarbeiteten Bürger:innen und Expert:innen ein Konzept für lebenswertere Innenstadtplätze. Der Dreifaltigkeitsplatz, Körnermarkt und Hafnerplatz sollen in den nächsten drei Jahren zu sozialraumorientieren, autofreieren und grüneren Lebensräumen umgestaltet werden.
Welche Möglichkeiten stehen einer Stadt wie Krems zur Verfügung, um 2030 eine klimafitte, energieautarke und lebenswerte Stadt zu sein? Was wurde bereits umgesetzt, welche Maßnahmen sind geplant? Es muss jetzt gehandelt werden, um diese Ziele zu erreichen. Auch wenn Kritik besteht, es passiere zu wenig und Straßen werden gebaut - jeder einzelne Schritt, die Lebensqualität zu verbessern und CO2 einzusparen, ist hilfreich.
Welche Vorhaben sind im Fokus
Die Ergebnisse des Workshops aus der zweiten Klimakonferenz bieten begrünte, autofreiere sozialraumorientierte Lebensräume: Jedes Jahr soll ein Platz in der Innenstadt, in den nächsten drei Jahren, erneuert, klimafitter und „wohnlicher“ zum Verweilen gestaltet werden, hin zu Aufenthaltsräumen.
- Dreifaltigkeitsplatz: Dieser Platz soll ein Platz für alle werden. Für Jung und Alt mit Sitzmöglichkeiten und mit mehr Grünraumgestaltung.
- Körnermarkt: Weniger Verkehr, mehr Grünraum und Sozialraum mit Verbindung zum Museum und zur Bücherei. Ein Generationenplatz zum Wohlfühlen.
- Hafnerplatz: Viel Natur soll dieser Platz erhalten. Vom Autoplatz zum essbaren Garten für Kinder, Jugendliche und Senior:innen. Ein Naschgarten aus Obst, Insektenhotel und ein Keramikmuseum wurden angedacht.
Alle Ideen werden in ein Konzept von Fachexpert:innen einfließen und in den nächsten drei Jahren umgesetzt. Im Fokus der Stadtentwicklung stehen Verkehrsberuhigungen, Erweiterung der 30-Zonen, Radwege und Fußgängerkonzepte.
Erste Klimakonferenz 2022
Erste Klimakonferenz 2022
Unter dem Motto Gemeinsam Klima gestalten fand am 18.02.2022 die 1. Kremser Klimakonferenz online statt.
Die renommierte Klimaforscherin Univ. Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb kam einleitend zu Wort. Die 3 Schwerpunktthemen der 1. Kremser Klimakonferenz wurden anschließend mit Expertenvorträgen eröffnet und luden BürgerInnen zur Themenbeteiligung ein.
Die Schwerpunktthemen der ersten Kremser Klimakonferenz 2022:
- Mobilität:DI Ulrich Leth von der Technische Universität Wien
- Grünräume:DI Dr. Christine Rottenbacher von der Donau Universität Krems
- Energie: Mag. Peter Molnar Geschäftsführer von OurPower und Klimaaktivist
Klimabüro
- Bertschingerstrasse 13 3500 Krems
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- klima@krems.gv.at